Paro Baits in Ungarn
Im Frühjahr 09 haben wir uns, Horst und ich, für die
diesjährigen Cups angemeldet. Wir fischten für Roland Pareis als Paro Baits
Austria CarpTeam.
Der erste Cup war in Maconca von 4.5.09 bis 8.5.09, dieser
Cup war für uns Neuland, denn hier fischten wir das erste Mal. Beim zweiten
Cup am Palotas von 11.5. bis 15.5.09
kannten wir wenigstens alle Regeln, aber der See war uns unbekannt.
Als wir nach langer Anfahrt über die kleinen und nicht
gerade gut befahrbaren Straßen den See Maconca ereichten, muss ich sagen,
war es ein Traum von einem See mit 65,4 ha., wobei im Herbst 09 erweitert
wurde.
Wir
sind schon am Vortag angereist, weil wir dem Stress, den man sich sonst
machen würde, entgehen wollten. Schließlich wussten wir nicht, wie lange
unsere Anreise dauern würde oder wie schnell wir unser
Ziel finden würden.
Nach der
Platzverteilung und den Vorbereitungen merkten wir aber, dass die hier andere
Regeln als sonst wo gelten, darauf waren wir nicht vorbereitet. Wir haben
zwar gute Boilies und jede Menge an Dips, Attraktoren und Öle von Paro Baits,
aber wir sind keine Method Fischer und hier wurde zu 90% so geangelt.
Das
Füttern
mit Katapulten ging die ganze Nacht durch. Die Menge an Futter war nicht
begrenzt, somit konnte jeder füttern was er wollte. Die anderen Teams waren
alle zu Dritt, spätestens in der ersten Nacht wussten wir wieso!! Kurz vor
Dämmerung zogen die anderen Teams alle den Thermoanzug
an und wir saßen in unserem kurzem Gewand da, schwitzten bei 30° und fragten
uns, was jetzt los wäre!? Nach etwa
einer halben Stunde wussten wir es, denn es kühlte, als die Sonne weg war,
innerhalb weniger Minuten von 30 auf 5° ab.
Es war plötzlich so was von s…kalt!
Und die nächste Überraschung folgte.
Auf unserer linken Seite ein rumänisches und auf der
rechten Seite ein ungarisches Team, beide Berufsangler. Die machen das ganze
Jahr nichts Anderes als Fischen, welch ein Traum, und diese zwei Teams kämpfen
sich immer den ersten und zweiten Platz aus. Was für ein Schock!
Da wir uns dann mehr oder weniger auf den Tag konzentrierten,
hatten unsere Nachbarn Probleme mit uns, da wir mehr Fische fingen als sie.
Nun kam das, was kommen musste, die haben sich hinter
uns in der neutralen Zone getroffen und diskutierten was sie tun könnten,
um uns unschädlich zu machen.
Leider ist es ihnen bis zum Abend auch geglückt, wir
wurden so was von
Unsere neue Taktik war nun, gezielt auf große Karpfen
zu gehen, nur mit Boilies. Horst hatte auf ca. 140Meter einen guten Spot
gefunden, der brachte uns auch noch schöne Fische.
Das Ende war, die Rumänen waren Vierte und das ungarische
Team Sechster und die haben uns gratuliert??
Wir glaubten die wollen uns vera…., aber einer der Schiedsrichter
erklärte uns, dass sie noch nie so ein Problem hatten, die Fische am Platz
zu halten wie bei diesem Cup und das war auch deren schlechtestes Ergebnis
überhaupt.
Paro Baits sei Dank, auch wenn wir nur denn 22. Platz
erreichten (unser schlechtestes Ergebnis bis jetzt), waren wir mit den Problemen,
mit denen wir zu kämpfen hatten, doch etwas zufrieden gestellt.
Natürlich kann man nicht immer vorne dabei sein, aber
in diesem Fall zahlten wir Lehrgeld und dazugelernt haben wir beide genug.
Nun sind die zwei Tage vorbei und wir sind am Palotas
angekommen. Wir fischten als Team Paro Junkies. Bei der Auslosung zogen
wir den 23. Platz, welcher im hinteren Drittel des Sees lag. Die Wassertiefe
betrug im Schnitt 1,5 Meter.
Wir befischten einen Hot Spot auf gut 120 Meter und einen
auf 30 Meter
Am ersten Tag konnten wir keine Fische am platz bringen.
Der zweite Tag fing vielversprechend an, bis zum Abend hatten wir elf Fische
bis 8,10 kg und waren in der Zwischenergebnisliste auf Platz sieben. Die
Nächte gingen fast immer zäh vorüber und somit entschied sich das meiste
am Tag. Bis zum dritten Abend hatten wir 18 Fische, der Schwerste mit 11,7
kg.
Am Donnerstagabend waren wir mit 28 Fischen am sechsten
Platz in der Zwischenwertung. Als am nächsten Tag der Schlusspfiff oder
besser gesagt die Rakete abgeschossen wurde, war unser Ergebnis auf 139,3
kg angewachsen.
Unser schwerster Fisch war ein Spiegler mit 13,4 kg.
Wir hatten mit unserem Platz 23 in diesem Abschnitt des
Sees das beste Ergebnis erzielt, zwei Plätze hinter uns waren die Deutschen
mit dem Startplatz 25. mit 116,6 kg. Unsere Nachbarn auf Platz 24 haben
am vorletzten Tag mit einem Fisch aufgegeben und sind daher ausgeschieden.
Das Team auf Platz 21 wurde 34ter und das Team auf Platz
22 ereichte den 33ten Platz.
Dann bis zum nächsten Mal.
Nur die dicken, Alter!
Gruß,
Paro Baits Austria Carp Team