Kann das Zufall sein?

So wie jedes Jahr trafen wir uns, diesmal acht an der Zahl, anfangs April zu unserem ersten viertägigen gemeinsamen Fischen. So wie jedes Jahr war unser Ziel der Schacherteich in Vitis.

Das zeitige Frühjahr wählen wir, da nach der Winterpause der Angeldruck an diesem Gewässer einigermaßen auszuhalten ist. Zwar ist dieser Teich gut besetzt, aber von alleine kommen die Fische auch nicht auf die Matte. Natürlich muss man auch an solch einem Gewässer etwas tun und die richtigen Köder verwenden, denn die Fische kennen jeden Köder und jedes Vorfach.

Ich wählte den Eckplatz, der zugleich die tiefste Stelle des Teiches ist. Als Köder verwendete ich drei verschiedene Boilies. Es handelte sich um eine Fertigkugel "Kirsch Squid Liver" aus dem Hause Paro Baits. Bei der zweiten Murmel verwendete ich meinen "Big Fishmix" mit "Between The Legs" von Broxtermann. Zu guter Letzt kam ein selbst kreierter Fishmix mit "Achtung" von Paro Baits (ein wahnsinns Knoblauchflavour) zum Einsatz.

Ich fischte meine drei Ruten, wie gesagt, an der tiefsten Stelle des Teiches, nur wenige Meter vom Zapfen entfernt. So konnte ich problemlos morgens und abends mein Futter mit der Futterkelle ohne große Anstrengung ausbringen. Zum Anfüttern verwendete ich verschiedene Pellets, gekochten Hanf und ein paar zerdrückte Boilies. Großes Augenmerk lege ich auf meine Hakenköder, die ich nicht wie die übrigen Boilies koche, sondern in der Microwelle zubereite. Dies mache ich, damit nicht schon bei der Herstellung die wertvollen Inhaltsstoffe verloren gehen. Vor dem Anködern wird jede einzelne Kugel mit "Paromino" und Fischöl behandelt und anschließend in verschiedene Mehle und Pulver gewälzt, die ich aber nicht näher verraten möchte. Diese Prozedur wird so lange wiederholt, bis aus einer ursprünglich 16er Kugel ein fertiger Hakenköder von ca 20 mm entsteht.

Mit diesen Ködern konnte ich in den vier Tagen 60 Fische bis zu 11 kg zu einem Besuch auf meiner Matte überreden. Darunter war auch ein Stör mit 16,20 kg.

16,20 kg

Die anderen sieben Fischer schafften es nicht einmal gemeinsam auf diese Anzahl. Fairerweise muss ich aber sagen, dass fünf Leute einen Tag früher abreisten, weil sich das das Wetter in den vergangenen Tagen nicht von seiner schönsten Seite präsentierte und der Wetterbericht eine frostige Nacht ankündigte. Wie vorhergesagt kühlte es in der letzten Nacht auf -4°C ab, doch auch dadurch ließen sich die Fische nicht beirren und ich konnte noch den einen oder anderen Karpfen bezwingen.

Meine Kollegen behaupteten danach, dass mein gutes Fangergebnis nur an dem, ihrer Meinung nach, bestem Platz liegen konnte. Sie forderten Revanche, weil es in ihren Augen nur Zufall sein konnte.

So kam es dazu, dass ich sie anfangs September wiederum zu einer Demonstration "Karpfenfischen vom Feinsten" einlud. Dieses Mal waren nur vier Leute mit von der Partie. Nun wurde der angeblich beste Platz dieses Mal von einem anderen in Beschlag genommen und ich musste mit einem anderen Vorlieb nehmen. Drei Mal dürft ihr raten, welche Boilies ich dieses Mal verwendete. Es waren wiederum "Kirsch Squid Liver" von Paro Baits, "Between the legs" von Broxtermann und Rolis phänomenaler Knoblauchflavour "Achtung".

Da ich diesmal ja nicht den Randplatz zur Verfügung hatte, fütterte ich meinen Angelplatz mit der Spodrod an. Nach einiger Zeit konnten meine Anglerkollegen schon die ersten Fische landen. Nur bei mir rührte sich nichts. Da ich nach mittlerweile 9 Stunden keinen einzigen Biss zu verzeichnen hatte und meine Mitstreiter bis dato insgesamt 14 Fische fangten, begann ich meine im Frühjahr so erfolgreiche Taktik zu hinterfragen und mir neue Gedanken über meine Köderpräsentation zu machen. Ich begann nun mit PVA-Säcken zu fischen, befüllte sie mit einer Mischung aus verschiedenen Pellets, diversen Mehlen, und ........, des weiteren noch ........ Natürlich kamen aber wiederum meine getunten Hakenköder zum Einsatz. Und siehe da, nach einer halben Stunde machte sich der Aufwand bezahlt. Von nun an ging es Schlag auf Schlag.

Da es bei meinen Freunden mittlerweile mit der Beißzeit vorbei war, standen sie mir bei, weil zeitweise alle meine drei Ruten gleichzeitig krumm waren. Jeder stand mit einer Rute im Drill am Ufer und ich war damit beschäftigt, die gelandeten Fische zu versorgen, neu anzuködern und die Ruten wieder auszulegen.

Meine neue Taktik ging auf. Ich konnte in diesen drei Tagen 63 Fische fangen. Darunter befand sich ein Stör mit 15,70 kg und 6 zweistellige Karpfen, wobei der schwerste 15,70 kg wog. Meine drei Mitstreiter waren mit ihrem Fangergebnis wieder nicht sehr zufrieden. Der Angler, der meinen Platz vom Frühjahr befischte, konnte 21 Fische überlisten. Die zwei anderen Freunde konnten einer 24 Fische und unser Jüngster gar nur 4 Fische landen. Ich war mit meiner Darbietung voll und ganz zufrieden. Jetzt stellt sich wiederum die Frage:" Kann das wirklich Zufall sein?"

15,70 kg
15,70 kg



Ein herzliches Petri an meine Mitangler, auch ihr werdet eines Tages erfolgreich sein...

In diesem Sinne: Catch and Release! What else?


Paro Baits Austria Carp Team
Roland Baldreich

12,30 kg
12,40 kg
12,10 kg