Frühjahrskarpfen
!!
(Marcus Weindl)
Heuer wollte ich speziell im Frühjahr mein Glück
versuchen, da der Herbst ja nicht wirklich so toll verlaufen war. Erst
Mitte November begannen die Carps zu fressen, was uns Fänge bis Dezember
hinein ermöglichte.
Meine Überlegung war, das die Karpfen sich jetzt so richtig für den bevorstehenden Laichakt stärken wollten. So begann ich schon im März fleißig zu füttern und riskierte am 9. März meine erste Session. Leider war die Wahl nicht optimal, denn es regnete in einem durch, der Sturm blies wie verrückt und die Temperatur rasselte in den Keller. Resultat: BLANK!!
Ich fütterte, nachdem sich die Wetterlage wieder stabilisiert hatte, meinen Platz weiterhin an und versuchte eine Woche später erneut mein Glück.
Dieses
Mal war das Wetter augenscheinlich gut, aber nur im Sinne des Anglers, denn
es war ausgesprochen mild, die Sonne erhitzte die oberen Wasserschichten
und machten einen Fang mit der Grundrute unmöglich. Die Karpfen standen
im Mittelwasser und erwärmten sich. Selbst ein Ansitz bis Mitternacht
brachte nicht den gewünschten Erfolg.
Ich kam zu dem Entschluss, das ich nur zum Erfolg kommen könnte, wenn ich über die Nacht angeln würde. Ich war der Meinung, das die Fische erst nach Mitternacht zu fressen beginnen würden, da zu diesem Zeitpunkt das Wasser sich wieder richtig vermischt haben würde.
Bewaffnet mit Ködern der PARO-Baits Serie startete ich einen neuen Versuch. Ich probierte Wildkirsch/Squid Boilies und fütterte Knoblauch- Pellets dazu. Diese Dinger sind die Hölle, aber genau von diesem gegenteiligen Geruchskomponenten versprach ich mir Erfolg.
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Wie erwartet
tat sich bis 24 Uhr gar nichts. Um 1,30 Uhr piepste plötzlich mein
Delkim, aber es war nicht der ersehnte Run, nein eine Brachse vergriff sich
an meinem Köder. Ich war verärgert, konnte aber den Lauf der Dinge
nicht ändern. Schon eine halbe Stunde später war es dann endlich
so weit, VOLLRUN!!!!
Ich war sofort an der Rute und begann einen stürmisch kämpfenden
Gegner zu drillen. Nach einigen hart umkämpften Minuten konnte ich
einen sehr kompakten Spiegler keschern. Mit 16,80 Kilo gehört
er schon zur "besseren Klasse".
Die Freude war groß, und so fischte ich frohen Mutes weiter. In dieser
Nacht tat sich leider nichts mehr, aber ich hatte die Möglichkeit auch
die darauf folgenden Nächte am Wasser zu verbringen. Was soll ich sagen,
ich konnte pro Nacht bis zu 4 Karpfen fangen, keiner unter 10 Kilo!!!
Das kann sich doch sehen lassen, oder?!
Den ganzen April über hatte ich mit dieser Methode und mit Roli`s Ködern
wirklich guten Erfolg.
Always Thight Lines
Marcus
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